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Syphilis (Lues)

Behandlung

Die Syphilis lässt sich sehr gut mit Antibiotika behandeln. Es stehen mehrere Mittel zur Verfügung, aber die Therapie erfolgt für gewöhnlich mit Penizillinen. Für dieses Medikament besteht immer noch die beste Datenlage, und Resistenzen kommen kaum vor. Idealerweise erfolgt die Behandlung durch Injektionen in den Muskel oder intravenös. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Medikament ordnungsgemäß eingenommen wurde. Die Behandlung im Frühstadium kann z.B. mit Benzathin Penizillin (Tardocillin) erfolgen, das mit einer Dosis von 2,4 Mio Einheiten einmalig intramuskulär verabreicht wird. Die Behandlung kann nach einer Woche bei Bedarf wiederholt werden. Bei Allergien gegen Penizillinen kommen weitere Antibiotika wie Doxycyclin oder Azithromycin zum Einsatz, die jedoch keine so gute Ansprechrate haben wie Penizillin. Bei den Spätstadien der Lues ist eine stationäre intravenöse Therapie zu empfehlen, da auf diese Weise wie bereits erwähnt die vorschriftsgemäße Einhaltung der Therapie gewährleistet ist, und weil durch die intravenöse Gabe höhere Mengen des Medikaments in den Organismus eingebracht werden können. Das ist insbesondere bei einer Nervenbeteiligung wichtig, da Antibiotika die Blut-Hirn-Schranke nur schlecht passieren. Die Therapie des Spätstadiums sollte wann immer möglich mit Penizillin erfolgen, da die Alternativmedikamente die Blut-Hirn-Schranke besonders schlecht passieren. Notfalls sollte eine Penizillin-Desensibilisierung durchgeführt werden.

Prognose

Die Prognose ist vom Stadium der Erkrankung, immunsupprimierenden Faktoren und der bisher aufgetretenen Organbeteiligung abhängig. Patienten, die bereits im Frühstadium behandelt werden, haben durchaus eine sehr gute Prognose mit Abheilungsraten von weit über 90%. Schwieriger wird es in den Spätstadien, da Antibiotika z.B. im Nervensystem nicht immer in ausreichend großen Mengen ankommen. Eine bereits aufgetretene Nervenbeteiligung ist in den meisten Fällen nicht mehr zu bessern, aber ein Fortschreiten der Erkrankung kann durch eine Therapie aufgehalten werden. Eine schlechtere Prognose haben u.a. immunsupprimierte Patienten mit AIDS, bei denen schwere Formen der Syphilis auftreten können (z.B. Lues maligna).

 

 

 

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